Tickets für alle Veranstaltungen gibt es ausschließlich über das Centraltheater.
Tel.: +49 (0)341 – 126 81 68
Mail: besucherservice@schauspiel-leipzig.de
Web: www.schauspiel-leipzig.de
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Einführung:
Tim Stüttgen (Film- und Genderwissenschaftler, Journalist, Hamburg/Berlin)
Podium:
Stefan Linz (Sprecher der Film- und Videowirtschaft bei der FSK)
Tim Stüttgen (Film- und Genderwissenschaftler, Journalist, Hamburg/Berlin)
Eric di Clark (Musiker, DJ, Berlin)
Prof. Dr. (em.) Heribert Schumann (Jurist–Jugendschutzrecht, Leipzig)
Mareike Mikat (Regisseurin, Leipzig)
Moderation:
Guillaume Paoli (Hausphilosoph am Centraltheater)
Vertreter aus Musik, Film und Wissenschaft diskutieren das prominenteste Klischee über Sexualität und Erotik als Verkaufsargument. Wie positioniert sich das Festival im Spannungsfeld zwischen seriöser Aufklärung und kalkuliertem Marketing?
Die Videolounge zeigt während des gesamten Festivals 24h täglich (erotische) Musikvideos der 60er-90er Jahre – vibrierende Sitzkissen und Kleenex inklusive.
6 Schauspieler mit 6 Kassettenrekordern, die ein erotisches Stimmengewirr produzieren, das das Festivalpublikum begrüßt und inhaltlich abbildet, was die Themen des Festivals sind.
Das Kölner House Musik Projekt spielt eines von zwei Konzerten dieses Jahres bei sex.macht.musik und ist nicht nur wegen seines Nummer 1 Hits „From Disco to Disco“ in aller Munde, sondern auch als Autor und DJ vom Publikum geschätzt.
22:30 Uhr DJ Resom (Giroton, Leipzig)
ab 24:00 Uhr Eric Di Clark
Das Mitglied von Whirlpool Productions überzeugt seit vielen Jahren als gefeierter House-DJ die Clubs in ganz Europa. Das Setup in Leipzig ist dabei in seiner Exklusivität ein seltenes Ereignis.
Film von Michelangelo Antonioni [Großbritannien 1966]
Antonionis Kultfilm verknüpft in einem Porträt der Beat-Generation mit einem voyeuristischen Kamerablick die Zweischneidigkeit von Faszination und Gleichgültigkeit der Modewelt.
OMU
Im Anschluss: Einführung zur Videolounge
Referenten:
Dr. Uwe Breitenborn (Medienwissenschaftler, Berlin)
Eiko Kühnert (Kulturwissenschaftler, Leipzig)
Popkultur bedient sich sexualisierter Wahrnehmungsmuster und Sehgewohnheiten in breitem Maße und die global vernetzte Kultur trägt diese pornografischen Ambitionen und deren prüde Verhüllung nahezu in jeden technologisch erreichbaren Raum der westlichen Welt. Die Inszenierung von Erotik und die damit verknüpften Rollenzuweisungen sowie deren Durchbrechung in den Musikkulturen und Bildmedien sind auch ein Gradmesser der Verfasstheit einer pluralistischen Kultur: Toleranz oder Restriktion, Romantik oder Mechanik? Manchmal kollidieren diese medialen Angebote mit einem tradierten Rollenverständnis oder Erwartungen der heutigen Gesellschaft. Die Referenten zitieren und analysieren kontroverse Beispiele und Fälle aus der Video- und Fernsehgeschichte.
Film von Andrew Horn [Deutschland 2004]
Der aus Deutschland stammende Countertenor Klaus Nomi wurde mit sehr diversem Repertoire von Oper über New Wave und Gothic und seiner retro-futuristischen Bühnenshow rasch zu einer Stil-Ikone der homosexuellen Szene im New York der späten 1970er Jahre.
Auf die in sexueller und künstlerischer Hinsicht grenzgängerischen Konzerte des Franzosen Costes wartet das deutsche Publikum in der Regel viele Jahre. In Frankreich performt er auf großen Festivals oder spielt in internationalen Kinoproduktionen mit. Ähnliches gilt für den in Japan lebenden Schweizer Performancekünstler Rudolf Eb.er, der zum ersten Mal in Leipzig aufritt.
Live: ATOMIZER (NagNagNag, London) + NO BRA (London)
DJ/Anes: Calixio (Bouncing Boys/ Berlin)/ Mrs. Pepstein (Propellas/ Leipzig)/ Claire (Conne Island/ Leipzig) // Plus: Legs Akimbo (Team Plastique/ Berlin)/ Zacker, Missy Magazine, Hugs & Kisses, Sopazine
NO NO NO! sieht sich als Alternative zu Regenbogen-Mainstream und Homo-Kitsch. Nach dem Motto 'Our Flag is Pop' steht dabei gute Musik im Vordergrund: Von Indie, Elektro, Pop und Punk bis hin zu Morrissey
und Gossip. Dies alles ist gebettet in einen queeren Kontext. Denn neben 'Tanzen und Feiern' ist es Zacker wichtig, ein inhaltliches Statement zu setzen: Junge? Mädchen? Homo? Hetero? NO NO NO! das ist Schlagwort und Trotzreaktion gleichermaßen: 'Nein, Nein, Nein – das bin ich eben genau nicht!'
Film von Pier Paolo Pasolini [Italien 1975]
Pasolinis Film ist die künstlerische Ausleuchtung sexueller Rand- und Grenzbereiche, der zu der Frage führt, wo die Grenzen künstlerischer Darstellungsfreiheit liegen.
Erotisch-kulinarisches Konzert mit Star-Koch Christiano Rienzner (Berlin, Metaphoric Cuisine) und Ensemble Consenza (Dresden, Gesang)
Alle Liebhaber der ganz hohen musikalisch-kulinarischen Kunst erwartet mit Star-Koch Cristiano Rienzner und dem phänomenalen Vokalensemble Consenza ein ganz besonderer Höhepunkt. In einem alle Sinne ansprechenden Menü zaubert Rienzner molekulare Kreationen mit erotischen Bezügen, die Bilder und Assoziationen entstehen lassen, wie man sie beim Essen so vorher noch nicht erlebt hat.
Das meisterhafte Ensemble Consenza –ergänzt durch den androgynen Klang eines Countertenors – umrahmt mit sinnlicher und erotischer Musik von der Renaissance bis hin zur Moderne dieses ganzheitliche Erlebnis.
Einrichtung: Johannes Schmit
Kostüme: howitzweissbach
Raum: Clementine Pohl
Einführung
Stefanie Lohaus (Missy Magazine, Kulturwissenschaftlerin, Hamburg)
Podium:
Stefanie Lohaus (Missy Magazine, Kulturwissenschaftlerin, Hamburg)
Frank Schnütgen (aka Hans Solo) (Musiker, Künstler, Köln)
Julie Miess (Musikerin, Autorin, Berlin)
Pèter Köszeghy (Komponist, Berlin)
Im Kern der Diskussion stehen die Theorien, die eine fundamentale Absage an feste Geschlechtermodelle und Geschlechtergrenzen beinhalten sowie sexuelle und kulturelle Geschlechterrollen in verschiedenen Kunst- und Musikrichtungen.
mit: Großraumdichten, Francois, Hasler, Römer, 4 Schauspieler/innen
Den Abend eröffnen Dichter: in einem Szenisch-lyrischer Wettkampf messen sich junge Performance-Poeten mit berühmten toten Lyrikern – gespielt von Schauspieler/innen des Centraltheaters.
„Derb, vulgär, authentisch“ geht es anschließend zu. Das Äi-Tiem spielt auf. Sie gehören zu den ältesten Hip Hop-Formationen in Deutschland und genießen Kultstatus. Ihre Tracks stehen für Qualität, die dem Begriff 'Parental Advisory-Explicit Lyrics' mehr als gerecht wird. Live spielen sie diese jedoch seit vielen Jahren nur zu besonderen Ereignissen.
Abschließend kommt bei dem Poetry DJ Rayl Patzak Lyrik auf den Plattenteller. Er mixt, scratched und cutted, was sonst nur von grauen Rollkragenpullovern rezitiert wird. Novalis auf Rap, Benn mit Ambiente-mixes, Jandl auf Ragga – dazwischen derb-sinnliche fieldrecordings. In dieser Nacht werden Gedichte tanzbar!
Richard Haynes: »Listen my secret fetish«
Leipziger Schlagzeugensemble: erotische Werke von Cage, Keller, Hollenbeck u.a.
Zum Abschluss noch einmal EKSTASE: 7 Schlagzeuger performen mit ihren Körpern und Instrumenten erotische Werke von John Cage, John Hollenbeck, Herrmann Keller u.a. und der schräge Klarinetten-Star aus Australien, Richard Haynes, interpretiert sowohl fast nackt als auch kostümiert noch einmal die verschiedenen Spielarten der Erotik.
Zum Abschluss des Festivals kommt bei dem Poetry DJ Rayl Patzak Lyrik auf den Plattenteller. Er mixt, scratched und cutted, was sonst nur von grauen Rollkragenpullovern rezitiert wird. Novalis auf Rap, Benn mit Ambiente-mixes, Jandl auf Ragga – dazwischen derb-sinnliche fieldrecordings. In dieser Nacht werden Gedichte tanzbar!
Förderpreis des Sächsischen Initiativpreises für Kunst und Kultur 2009 des Freistaates Sachsen