Titel: THOMAS CHRISTOPH HEYDE: HCMF (phantomnoise)
Publikation: TERZ Magazin, Düsseldorf
Ob der Approach von TC Heyde aufgesetzter Kunstradikalismus ist oder genau die notwendige Bluttransfusion ist, den die Szene der sog. “Neue Musik” - wir lieben diesen Begriff ja - braucht, sei erstmal dahingestellt. Diese CD ist auf jeden Fall ein schönes Portofolio der Jahre 2000-2008. Heyde, Komponist und Kurator für Neue Musik in Leipzig, übersetzt übrigens die Titelabkürzung mit ‚High Culture Motherfucker’ - schon mal schön, das Material indes ist nun auch nicht radikaler oder avancierter als, ja eben, die Sudden Infant-Scheibe zuvor. Unterm Strich erstmal hörenswertes Audio, und Tritte Richtung Hochkultur sind heutzutage auch stets so korrekt wie notwendig, gleich, wie das passiert - nur eben bitte nicht mit den Mitteln der Hochkultur. How about Thrash-Metal next time?
Marcus Maida
